Die Magenverkleinerung (Ärmel-Gastrektomie) ist eine chirurgische Methode, die zur Behandlung von Fettleibigkeit eingesetzt wird. Ziel dieser Operation ist es, die Gewichtsabnahme durch Verkleinerung des Magens und Verringerung des Hungergefühls zu fördern. Die Magenverkleinerung kann eine Reihe von Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit Fettleibigkeit verbessern, sie kann aber auch Stoffwechselprobleme wie die Insulinresistenz beeinflussen.

Insulinresistenz ist ein Zustand, bei dem der Körper weniger als normal auf Insulin anspricht und das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen kann. Die Operation der Magenverkleinerung kann die Insulinresistenz zwar verbessern, in manchen Fällen kann sie das Problem aber auch verschlimmern. Hier sind einige wichtige Punkte zu diesem Thema:

  • 1. Die Verbesserung der Insulinresistenz: Bei einigen fettleibigen Personen kann sich die Insulinempfindlichkeit durch den Gewichtsverlust nach der Magenverkleinerung verbessern. Dies kann das Risiko für Typ-2-Diabetes verringern. Diese Verbesserung kann jedoch von Person zu Person variieren und ist nicht garantiert.
  • 2. Eine Verschlimmerung der Insulinresistenz: Ein rascher Gewichtsverlust infolge einer Magenverkleinerung kann manchmal die Insulinresistenz verschlimmern. Insbesondere bei einigen Personen, die in der postoperativen Phase einen raschen Gewichtsverlust verzeichnen, kann die Insulinresistenz zunehmen, was das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen kann.
  • 3. Nachsorge und Behandlung: Die Nachsorge und das Management der Insulinresistenz nach einer Magenverkleinerung sind wichtig. Die Ärzte können je nach Zustand und Stoffwechselzustand des Patienten geeignete Behandlungspläne festlegen. Behandlungsmöglichkeiten wie Diät, Bewegung und Medikamente können eingesetzt werden, um die Insulinresistenz unter Kontrolle zu halten.
  • 4. Wenn Sie eine Schwangerschaft in Betracht ziehen: Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Insulinresistenz ist die Planung einer Schwangerschaft. Wenn Sie nach einer Magenverkleinerung eine Schwangerschaft in Betracht ziehen, ist es wichtig, dass Sie eine ausführliche Bewertung der Insulinresistenz und anderer Stoffwechselrisiken mit einem Gynäkologen vornehmen.

WARUM VERURSACHT FETTLEIBIGKEIT EINE INSULINRESISTENZ?

Der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Insulinresistenz ist komplex, aber Fettleibigkeit ist ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung einer Insulinresistenz. Insulinresistenz ist ein Zustand, in dem die Körperzellen weniger als normal auf Insulin reagieren. Insulin wird zur Regulierung des Blutzuckerspiegels und für den Transport von Glukose (Zucker) in die Zellen benötigt. Im Folgenden werden einige der Hauptursachen genannt, die zur Insulinresistenz durch Übergewicht beitragen können:

  • 1) Zytokine und Entzündungen: Fettleibigkeit kann zu vermehrten Entzündungen im Körper führen. Diese Entzündungen können zu einem Anstieg der Zytokine führen, das sind Stoffe, die vom Fettgewebe im Körper freigesetzt werden. Zytokine können zu einer Reihe chemischer Reaktionen führen, die die Insulinresistenz erhöhen und das Risiko für Typ-2-Diabetes steigern können.
  • 2. Eine Zunahme des Fettgewebes: Adipositas ist mit überschüssigem Fettgewebe verbunden, das sich vor allem im Bauchbereich ansammelt. Dieses überschüssige Fettgewebe kann die Insulinresistenz erhöhen, da die Fettzellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren und mehr Insulin benötigt wird.
  • 3. Überschüssige Fettsäuren: Fettleibigkeit kann zu einem Anstieg der im Blut zirkulierenden Fettsäuren führen. Diese überschüssigen Fettsäuren sind die Bausteine der Zellmembranen und können dazu führen, dass die Zellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren.
  • 4. Entzündliche Signale: Fettleibigkeit kann im Körper vermehrt Entzündungssignale (inflammatorische Signale) auslösen. Diese Signale können die Insulinresistenz erhöhen und die Bauchspeicheldrüse veranlassen, mehr Insulin zu produzieren.
  • 5.  Öllagerung: Fettleibigkeit kann dazu führen, dass Fett an den falschen Stellen im Körper gespeichert wird (z. B. in der Leber und in den Muskelzellen). Dies kann dazu führen, dass das Insulin nicht mehr normal funktioniert.

FÜR WEN IST DIE SLEEVE-GASTREKTOMIE NICHT GEEIGNET?

Die Magenverkleinerung wird im Allgemeinen nicht für Personen mit den folgenden Erkrankungen oder Gesundheitszuständen empfohlen:

  • 1. Schwerwiegende Gesundheitsprobleme: Für Menschen mit schweren Herz- oder Lungenerkrankungen, Nierenversagen oder anderen schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wird eine Magen-Sleeve-Operation im Allgemeinen nicht empfohlen. Solche Probleme können das Risiko der Operation erhöhen.
  • 2. Aktive Infektionen: Menschen mit einer aktiven Infektion (z. B. einer akuten Atemwegsinfektion oder einer Harnwegsinfektion) müssen möglicherweise warten, bis die Infektion vollständig behandelt ist, bevor die Operation durchgeführt wird. 
  • 3. Psychische Probleme: Menschen mit schwerwiegenden psychischen Problemen oder Menschen, die eine psychiatrische Behandlung benötigen, sollten vor der Operation eine angemessene Unterstützung und Behandlung erhalten. Auch die postoperative, psychologische Anpassung ist wichtig. 
  • 4. Drogen- oder alkoholabhängig: Menschen mit Drogen- oder Alkoholproblemen sollten sorgfältig untersucht werden, da sie den postoperativen Genesungsprozess negativ beeinflussen können.
  • 5. Schwerwiegende Ernährungsmängel: Die Magenmanschetten-Operation wird nicht für Personen mit schweren Ernährungsmängeln oder Malabsorptionsproblemen empfohlen, da dieser Eingriff diese Probleme verschlimmern kann. 
  • 6. Schwangerschaft: Die Magenmanschetten-Operation wird nicht während einer Schwangerschaft durchgeführt. Personen, die vor oder nach der Operation eine Schwangerschaft planen, sollten ihren Arzt konsultieren und die Operation gegebenenfalls für die Zeit nach der Schwangerschaft planen. 
  • 7. Altersbedingte Einschränkungen: Die Magenmanschetten-Operation wird im Allgemeinen für Personen zwischen 18 und 65 Jahren empfohlen. Es gibt Situationen, in denen das Alter das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen der Operation beeinflussen kann.
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